Cafe Schneider – Nerd-Treff im verschneiten zweiten Anlauf

Author: Schlegi  //  Category: Rezension/Bericht, Spelunkentour Ilmenau

 

Dieser Abend ist unmittelbar mit der Frage verbunden, was denn nun eigentlich genau am 15. Januar diesen Jahres passiert war? Kurz zum Hintergrund: An diesem Sonntag Abend machte sich ein Horde Spelunkierer zum ersten Male auf den Weg ins Café-Restaurant Schneider, Versuch leider vergeblich. Um kurz nach halb neun Uhr abends war die Küche zu, das Licht ging aus und wir standen völlig enttäuscht mit knurrendem Magen und ausgetrockneter Kehle in der kalten Dunkelheit. Trotz Reservierungsnachfrage am Tag zuvor und längeren Öffnungszeiten war der Laden einfach viel zu vorzeitig dicht. Der Abend wandelte sich zum Glück dann doch noch zum Guten, wir wichen zu später Stunde zum Ungarn aus und konnten später noch angemessen in den Geburtstag von Meister Yoda reinfeiern :) . In der Glocke sollten wir auch den legendären “Ungar-Effekt” erleben, banal beschrieben als völliges Völlegefühl, aber eigentlich unvorstellbar (Bericht dazu folgt..).

Nun gut, dieses Mal sollte es klappen, es war tiefster Winter und der schneeige Aufstieg durch die Gärten am Lindenberg eine kleine Herausforderung. Freundlich begrüßt wurden wir vom Wirt mit der Frage, ob wir denn einen Elternabend veranstalten wöllten, da blieb uns erstmal leicht die Spucke weg ;) . Fahrrad fahren sei derzeit übrigens auch lebensgefährlich jahreszeitbedingt. Da wir doch in größerer Runde nach und nach eintriefen bekamen wir gleich die große Tafel im extra Raum zugewiesen, an der wir anfangs zu zweit doch noch etwas kümmerlich aussahen :) . Etwas schade, dass wir nicht am Stammtisch direkt vor dem Tresen Platz nehmen durften, der blieb nämlich anscheinend den ganzen Abend über doch unbesetzt.

 

Zugleich wurden wir mit Informationen des Wirtes versorgt und dieser Strom sollte den ganzen Abend auch nicht mehr wirklich abreißen. Bemerkenswert die erläuterte Preispolitik: “Kein Bier unter 2€?” soll man sich psychologisch nicht fragen, deshalb gibts als Größtes nur 0,3l vom Fass zum Preis für 1,60€ (in der Post gibts dafür fast n halben Liter), das würde wohl schon keiner merken ;) . Da der Daimler eh vor der Tür stand bot sich ein Auto-Bier-Vergleich geradezu an: Das Gothaer ist das tschechische (quasi der Skoda) unter den deutschen Bieren, das seit 1985 verkaufte Radeberger (möglicherweise als Erster in Ilmenau) schmeckte auch nich besser (nennen wir es mal Opel). Becks ist wie der VW-Konzern, je nach Sichtweise ein Golf, Audi oder für die ganz optimistischen sogar ein Porsche :-P . Jever und Jaguar, beides british racing green und enorm charakterstark. Augustiner und BMW, jeweils weißblau und aus Bayern. Was für ein Bier jetzt ein Ferrari, Mercedes oder sonstwas ist möge jeder selbst herausfinden!

    

Aber nun zum Essen: Es gab kein 3. Würzfleisch, Skandal! Dafür gabs ein 3. Rumpsteak, das war allerdings nicht so lecker wie die anderen beiden und war deshalb um so ärgerlicher für den verspäteten Fabian. Hatte Felix sein Bauerfrühstück eigentlich inzwischen schon bekommen? Die Nudeln mit Tomatensoße von Stefan waren jedenfalls optisch nich schlecht und machten die übrigen Spelunkierer ziemlich neidisch. Als Novum bei der Spelunkentour gabs auch zum ersten Mal Nachtisch in Form von zwei Stückchen Kuchen zur feinen kleinen Abrundung des Essens.

Die Frau vom Chef kochte und der Gastwirt selbst war unglaublich redselig, worüber die schlechte Musikauswahl auch nicht hinweg trösten konnte. Neben einigen Geschichtchen von früher war er auch enorm stolz auf seine 110kV-Leitung im Garten. Wobei wir auch gleich beim Thema wären: Verbraucht eine Mikrowelle mehr Strom, wenn sie leer oder mit Befüllung läuft? Offenbar wurde diese Problematik inzwischen gelöst, auch wenn es “in Ilmenau keinen Teilchenbeschleuniger gibt, der auf Neutrinos ausgelegt ist”. Patrick hat im Selbstversuch ingenieurstechnische Antworten dazu gefunden und kann diese gern mal als Kommentar erläutern ;) .

Wir sprengten schlussendlich die Öffnungszeiten zu elft bis halb elfe abends und waren ab 21 Uhr schätzungsweise wohl auch die einzigen Gäste. Die anfangs gestellte Frage blieb natürlich leider offen und sollte nicht beantwortet werden. An dieser Stelle möchte ich zum Abschluss allerdings noch aus einem befreundeten Ilmenauer Kneipenführer zitieren: “Andy labert einem ein Salatblatt ans Ohr und kaut es gleich wieder ab. Wenn man in Plauderlaune ist, ist der Laden sehr gut und man hat einen schönen Blick auf Ilmenau. Als einziger Gast muss man leider”.

2 Responses to “Cafe Schneider – Nerd-Treff im verschneiten zweiten Anlauf”

  1. Yoda Says:

    sehr schön ausgeführt hast Du ja die sensationellen Bier-Auto-Vergleiche des Wirts! Bin ja mal gespannt, ob es heute Abend bei Fichtel mal n Jaguar zu trinken gibt! ;)

  2. Schlegi Says:

    glaub eher nich, da gibts nur schmiebie :) , quasi der treue wartburg thüringens!

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