Puszta-Bistro – Gruppensex in der Küche

Author: Schlegi  //  Category: Rezension/Bericht, Spelunkentour Ilmenau

Der Spelunken-Donnerstag begann diesmal schon vorzeitig um 18 Uhr damit, dass wir erstmal die Tische im Gastraum ganz nach Belieben für eine große Tafel umherrückten, die uns vor einigen Wochen im Café-Restaurant Schneider noch überdimensioniert zur Verfügung stand. Die Wirtin obließ uns unserem Schicksal mit den losen Tischplatten und verwieß lediglich in ihrer leicht verwirrten Art darauf, dass sie am Vortag mehr als 85 Gerichte und nachts um 2 Uhr sogar noch den Krustenbraten für den nächsten Tag zubereitet hatte. Diesen haben wir aber aus Gründen leider nicht probieren können ;) .

Kompakte zwei Seiten einlaminierte Speisekarte lag vor uns, Getränkekarte gab es keine, wer braucht die auch um ein großes Fassbier zu bestellen :) ? Das Angebot ließ soweit jedenfalls keine Wünsche offen, auch für die Vegetarierer ließ sich etwas finden und wir bestellten so munter drauf los. Im Kopf hatten wir noch den so genannten “Ungar-Effekt” (Erklärung dazu und Bericht folgen..) aus der Glocke. Partout erfuhren wir von der etwas konfusen aber sympathischen Wirtin einige Hintergründe:  Beschissene Lage fern ab vom Schuss, neuer ungarischer Besitzer, ihre Paprika-Deko musste dort bleiben, den baletttanzenden Koch mit rotem Iro hat sie aber mit genommen in die neue Location.

Eddi‘s Frage, was es denn in der Küche gäbe, beantwortete sie nur forsch mit: “Gruppensex!”. Überhaupt war die ziemlich hibbelige Wirtin jederzeit frei Schnauze und mit den Gästen nett flirtend, in dem sie Einige von uns keck mit “Mausi” ansprach. Für zusätzliche Unterhaltung sorgte dann noch “Teufel”, der kleine Hund des Hauses, der immer öfter unter dem Tisch umher schlawinerte.

 

“Ein ständiges Kommen & Gehen war an der Tagesordnung” – Insgesamt waren 13 Spelunkierer im Wechsel über den gesamten Abend zu Gast. Einige mussten früher los, andere kamen erst später und Gimpel erwischte gleich mal den falschen Eingang und landete im Rock Salo(o)n (nun eigentlich mit oder ohne zweitem “o”?).  Er fand aber zum Glück dann doch noch über diverse Katakomben und Hinterhöfe mit “gefühlten 100 rumstehenden Leuten” zu unserem Tisch.

         

       

         

Hähnchen (die ganzen vollständigen Tiere) waren über den Abend aus und gegen Ende als Yoda nach zwischenzeitlichem Bibo-Vortrags-Intermezzo auf Dagobah ;) zurück kehrte, gab es nix mehr außer Käseschnitzel, als er nach einer “Kleinigkeit” nachfragte, denn die leckeren Burgervariationen waren ebenso aus. Besondere Highlights waren das Puszta-Frühstück (Bauernfrühstück ungarischer Art) und die Palatschninken in diversen Variationen.

Leider war schon kurz nach 22 Uhr Schluss mit lustig Bier trinken, denn irgendein absurder Anwohnerschutz lässt keinen längeren Ausschank zu, anscheinend auch nebenan im Rock Salo(o)n, wo das Bier gezapft wurde. Schade :( ! Trotzdem kam nochmal Spannung auf: Was würde wohl das doch reichlich konsumierte Bier kosten (die fehlende Getränkekarte konnte es bisher nicht verraten)? – 2€ für 0,4l Kösi hell, was will man da noch sagen?! Dieser topp Preis führt auch die fragwürdige Preislogik des Kneipiers im Schneider (Bericht dazu folgt auch noch..) ad absurdum ;) .

 

 

Einziges Manko: die musikalische Untermalung fehlte leider gänzlich. Sonst wars sehr gemütlich, die kitschige Tisch-Deko standesgemäß, das Essen lecker und insgesamt wars ein leicht sonderbar witziger Abend, der für einige Spelunkierer noch in der verrauchten Havanna-Bar mit späterer Nachtruhe :) endete.

3 Responses to “Puszta-Bistro – Gruppensex in der Küche”

  1. Yoda Says:

    Was für ein reißerischer Titel! Aber wohl gut recherchiert ;)

  2. Schlegi Says:

    tja, “sex sells” hat jetzt also auch schon bei der spelunkentour einzug gehalten, traurig aber wahr ;)

  3. Yoda Says:

    ..achja und es war der Mekong zwischen Vietnam, Kambodscha, Laos, Myanmar und China und nicht Dagobah! ;)

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