Zur alten Milchbar: Putensteak erinnert an Siedleranimation!

Author: Fabian  //  Category: Rezension/Bericht, Spelunkentour Ilmenau

 

Bevor wir jetzt hier über die Milchbar schreiben, muss gesagt werden dass diese “nur” eine Notlösung war – und zwar eine ziemlich gute, wie sich im Laufe des Abends herausstellen sollte. Wie es zu dieser Notlösung kam ist ganz einfach: Wir konnten nicht dahin gehen, wo wir eigentlich wollten. Am 1.März 2012 sollte eigentlich das Dingslebener Haus wiedereröffnet werden. Ein guter Grund es zu testen, dachten wir uns. Im Laufe des Tages mussten wir feststellen, dass die Wiederöffnung aufgrund technischer Probleme verschoben werden musste :( . Wir brauchten also eine Ersatzspelunke. Stephy hatte die zündende Idee zur alten Milchbar in die Lindenstraße zu gehen. Zündend waren auch die Lampen, die in den Ablagen der Rückenlehnen eingelassen waren. Yodas Jacke kann ein Lied davon singen…

Anfänglich waren wir ungefähr 10 Leute und die gute Wirtin hat auch sicher an nichts böses gedacht. Wir wurden freundlich bedient und dann schien sie wie aus allen Wolken zu fallen, als zum einen immer mehr Leute von uns kamen und wir dann auch noch alle etwas essen wollten. Wir waren am Ende 16 Leute und so ziemlich jeder wollte gern eine Vorspeise und mindestens einen Hauptgang. Das sollte an sich alles kein Problem sein, allerdings hatte die gute Frau nicht damit gerechnet und so war sie ganz allein für die gesamte Milchbar verantwortlich. Sie kümmerte sich um die Getränke, den Service und die Küche.

Wir hatten schon ziemliches Mitleid mit der Frau und so fragte Spelunkierer Stephy ob wir ihr nicht helfen könnten. Schließlich hatten fast alle am Tisch gastronomische Erfahrung (und verfügen auch über aktuelle Gesundheitsausweise Anm.d.Red.). Wir durften ihr nicht helfen… Das charmante war, dass die gute Wirtin nicht überfordert wirkte und ihren Job die ganze Zeit über sehr freundlich durchzog. Da gab es schließlich schon ganz andere Reaktionen, wenn man mal auf den Stollen rüberblickt ;) . Eine weitere lustige Randerscheinung war, dass auf einmal viele Passanten in die Milchbar hereinkamen, weil sie sahen, dass hier etwas los war. Ab diesem Zeitpunkt hat sich dann unsere Wirtin auch noch schnell Unterstützung herbeitelefoniert.

Der Blick in die Speisekarte offenbarte sehr viele gute Sachen. Daraufhin fragten wir die Wirtin ob wir denn wirklich alles, was auf der Karte steht, bestellen dürften. Nachdem sie dies bejahte wurde es verrückt. Vom Fitnesssalat über Soljanka bis hin zu Forelle war bei unseren Bestellungen alles dabei und sie nahm das alles ohne zu murren auf. Nur mit den Sonderwünschen hatte sie ein Problem. So war es leider nicht möglich zum XXL Schnitzel Bratkartoffeln zu bekommen. Das hatte den einfachen Grund, dass in ihrer Küche nur vier Kochplatten waren und die schon durch andere Essen belegt waren. Damit hätte die Bestellung nur länger gedauert. Da wir alle hungrig waren und auch ein klein wenig Mitleid mit ihr hatten, verzichteten wir dann also auf Sonderwünsche.

 
So hatte Patrick als Vorspeise eine Kinderportion Fischstäbchen (obwohl er auch mal die Goldfische aus dem Aquarium probiert hätte :) ). Bei ihm gab es dann das Putensteak als Hauptgang. Bei diesem Essen war die Anordnung der einzelnen Kompnenten sehr auffällig. Patrick erinnerte das ganze an eine Siedleranimation (im positiven Sinne!) mit lauter aufereiten Einheiten. Natürlich musste das Würzfleisch wieder getestet werden und wurde auch für gut befunden, allerdings hätte es ein kleines Stück größer ausfallen können. Der Renner an dem Abend war das XXL Schnitzel. Es wurden so viele davon bestellt (ungefähr 3), dass am Ende die großen Teller alle waren und Yoda sein Schnitzel auf einem kleineren Teller bekam und die Pommes in einer gesonderten Schüssel. Der einzige bei dem bei der Bestellung etwas schief ging war Spelunkierer Willkons. Bei ihm kam die Vorspiese nach dem Hauptgang. Das war auch nicht so tragisch, da es sich um einen überbackenen Camembert handelte und der passt ja einfach immer rein.

 

Wir wurden nicht nur sehr gut  mit Essen versorgt, sondern auch die Getränkekarte konnte sich sehen lassen. Es gab Jever in ausreichenden Mengen, auch wenn Gimpel etwas in seinem Bier hatte und deswegen leicht aufbrausend wurde. Besonders interessant war allerdings die Kalkulation der Schnäpse. Alle Schnäpse haben 1.30€ für 2cl bzw. 2.50€ für 4cl gekostet. Ob sich das noch rechnet…

       

Ein weiteres Highlight in der Milchbar war die Dartscheibe, die natürlich von Stephy und Yoda getestet werden musste. Glücklicherweise wurde durch das Dartspiel auch gleich die Toilette gefunden. Diese war nämlich direkt daneben. Das Schlimmste was an dem Abend passiert ist, das wir fast vergessen hätten in der Milchbar eine Milch zu trinken. Zum Glück kam Schlegi noch auf die Idee, weil sich die verschiedenen Milchvariationen echt sehen lassen können.

  

Wir waren sehr lange nur 15 Spelunkierer. Das lag daran, dass vor der Tür ein Hund sein Unwesen trieb und deshalb Spelunkierer Pfadi nicht rein konnte. Der Hund blieb auch beharrlich vor der Tür und als dann einige von uns gehen wollten, folgte er ihnen. Am nächsten Tag haben wir dann von einem Polizisten gelesen, der in der Lindenstraße von einem Hund gebissen wurde. Wir blieben zum Glück alle unversehrt.

Was uns am allerbesten gefallen hat, war die Gelassenheit und Freundlichkeit der Wirtin, die sie trotz der vielen Arbeit ausstrahlte. Sie hatte immer einen frechen Spruch und schien wirklich Spaß zu haben uns zu verköstigen.

2 Responses to “Zur alten Milchbar: Putensteak erinnert an Siedleranimation!”

  1. Patrick Says:

    Bei mir wollte der Hund übrigens sogar mit ins Auto einstiegen und als ich das zu verhindern wusste, ist er Richard hinterhergelaufen, der mit dem Fahrrad da war :) ansonsten wars aber ein ganz braver

  2. Spelunkentour » Blog Archive » Dingslebener Haus – erst lang herbei ersehnt, dann leider doch enttäuscht Says:

    [...] Gunda Karcher @ Cafe Fichtel – Gutes Ess …Yoda @ Spelunkentour? …Patrick @ Zur alten Milchbar: Putensteak … [...]

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