Zum Kleinen Eisbären – Schlemmen im Zoo

Author: Schlegi  //  Category: Rezension/Bericht, Spelunkentour Ilmenau

Sommer in Ilmenau: Mitte Juli, einstellige Temperaturen, Winterjacke, Bewölkung und keine Sonne in Sicht :( ! Warum nicht mal einen Besuch im Zoo einlegen und lecker Eis schlecken? Gesagt getan, zumindest fast ;) : das Restaurant & Eiscafe “Zum kleinen Eisbär” war unser Ziel am heutigen Dienstag Abend.

Um es vorweg zu nehmen, wir waren über den gesamten Abend (halb achte bis halb elfe) die einzigen Gäste, dafür allerdings reichlich mit insgesamt 19 Spelunkierern. Deswegen brauchten wir auch wieder eine große Tafel und durften uns diese auch problemlos aus kleinen Tischen zusammen bauen wie früher beim Tetris :) .

Der kleine Eisbär kommt dann im Inneren doch recht groß daher: eine Hälfte ist eine Eisdiele bzw. -cafe mit vielen verschiedenen Plüsch-Eisbären, die sich dort ihre Zeit vertreiben und sich an die gute alte Zeit beim Robben jagen in der Arktis zurück erinnern. Die zweite Hälfte ist ein Gastraum zum gediegenen Mittagessen, in dem wir uns auch nieder ließen. Dazu gibt es noch einen schönen versteckten Biergarten im Hinterhof direkt an der Ilm, leider war dieser zu unserem Besuch wettertechnisch einfach nicht nutzbar.

Etwas verwundert schien das Personal zu Beginn aufgrund unserer großen Runde, fand sich dann aber schnell wohlwollend damit ab und erfüllte uns unsere Wünsche nach Bier und einer 10% lauteren Musik bereitwillig, alle Aufmerksamkeit gehörte nun schließlich uns. Das Dingslebener Pils vom Fass musste dabei allerdings (quasi) ohne jegliche Kohlensäure auskommen, zumindest war sie auf unseren Gaumen nich mehr wahrnehmbar :) .

Laut Nachfrage beim Wirt müsste das wohl so sein, sein trockener Kommentar dazu lautete: “…bei mir gibts das immer so!”. Damit waren wir beruhigt, versuchten nicht noch irgendwo das Ventil für die Gasflasche heimlich zu öffen und begnügten uns einfach mit der “Bierschale”. Später stellte sich noch heraus, dass die Tomatensuppe sogar mehr CO2 hatte als das Bier, wie einige Experten feststellten ;) . Sehr grandios gelungen empfanden wir aber die doppelten Bierdeckel, die Platz für ein großes Bier und gleich daneben angeschlossen einen kleinen Schnaps hatten.

Die Speisenauswahl war wirklich enorm reichhaltig: Wildgulasch, Sauerbraten, zarte Roulade, super Steak, deftige Kässpätzle, usw. wurden allesamt schnell und lecker zubereitet, außerdem wars preislich noch erschwinglich für den Durchschnittsgeldbeutel. Die leicht pilzlastige Karte erfreute auch Aljona, die dank Yoda nach Verspätung auch noch zwei Gerichte nach Küchenschluss zubereitet bekam.

Derweil etablierte sich an einem Ende der Tafel eine kleine Rätselrunde, wie es sie auch täglich im bc-Studentencafe gibt, wenn dort mal die Zeitungen verfügbar sind ;) . Das brachte uns auf die Idee, das nächste Mal doch besser die Fragen vom Kneipenquiz auszuwerten, welche die meisten Spelunkierer ja noch gar nich kannten.

Nach dem großen Schmaus stand das Wichtigste ja aber noch vor uns: das EIS :D . Gleich gegenüber der Eingangstür stand die große Eistheke und auf der Karte standen unzählige Eisbechervariationen, die wir natürlich zum Nachtisch ausgiebig probieren mussten. Vom Melonenbecher mit ganzen Früchten ;) reichte die Palette bis zum schwarzen Eis “Black Mamba”, was gewöhnungsbedürftig war aber auch echt super schmeckte. Mehr testen wir dann besser mal bei richtigem Sommerwetter mit den entsprechenden Temperaturen, dann ist das Eis sicher noch leckerer.

 

Zum Abschluss gabs dann noch ein kleines süßes Jeverchen verbunden mit der Erkenntnis, dass man in einer Eisdiele wohl besser einfach kein Fassbier trinken sollte. Dafür wars sonst recht genial und die knapp 400€ Umsatz, die wir dem kleinen Eisbär bescherten, haben ihn hoffentlich auch gefreut :) .

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